Alles in Bewegung
Verleih
Stiftung Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen
Ansprechpartnerin: Diana Kluge
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Das diesjährige Motto des Kurzfilmtages heißt „In Bewegung“ und die Deutsche Kinemathek hat ein Programm mit sieben experimentellen Kurzfilmen zusammengestellt, das sich diesem Thema ganz unterschiedlich nähert.
Geht es in den ersten beiden Filmen zunächst um die physische Bewegung beim Anziehen oder Reisen, folgen die Filme Hans Richters und Helmut Herbsts einer kreativen Auseinandersetzung mit dem Bewegtbild und filmischen Effekten. Der einzige Farbfilm im Programm, XOANON von Dore O., bewegt sich zwischen der Kunstwelt eines Malers und dem Alltag in seiner Nachbarschaft hin und her. Die letzten beiden Werke kehren zur physischen Bewegung vor der Kamera und dem Experimentieren mit der Formsprache des Mediums Film zurück. Wolfgang Ramsbott und Harry Kramer erschaffen und filmen obskure kinetische Figuren, die sich unermüdlich drehend in einer erstarrten Landschaft befinden, und kehren am Ende schließlich zur Urform der kreativen Bewegung, dem Tanz, zurück. Nach eigener Choreografie tanzt Harry Kramer inmitten einer leeren Industrieanlage und schafft einen Dialog zwischen gestern und heute, Mensch und Industrie, Bewegung und Stillstand.
Schlagworte: Bewegung, Reise, Tanz, Kunst, Tricktechniken, Experimentalfilme
Anziehen
Umweg
Auf einer bundesdeutschen Kinotour im Winter 1981 halten die Filmemacherinnen Ute Aurand und Ulrike Pfeiffer mit zwei 16-mm-Kameras ihre Eindrücke während der Zugfahrten fest. Das Fenster wird zur Leinwand, die flüchtige Winterlandschaften und Spiegelbilder projiziert und zur freien Assoziation einlädt.
Alles dreht sich, alles bewegt sich
Kleine Unterweisung zum glücklichen Leben
Regisseur Helmut Herbst verbindet in seinen Filmen und Texten die Erforschung der Technik, Geschichte und Ästhetik des Mediums Film. Dieser collagenhafte Animationsfilm ist als Satire auf die Werbesprache gedacht und lebt von schnell aufeinanderfolgenden virtuosen Bildeffekten und Peter Rühmkorfs Filmtext.
Xoanon
Ein Maler zwischen seinen eigenen Bildern und denen, die die Realität, die ihn umgibt, geschaffen hat. Der Film bewegt sich zwischen diesen künstlich getrennten Welten hin und her und macht den Einfluss des Alltags auf die Entstehung von Kunst deutlich.
Die Schleuse
Das Filmexperiment hat die kinetische Kunst im Fokus und folgt einer von Harry Kramer erschaffenen Drahtskulptur vor dem Hintergrund einer Industrielandschaft. Viel ist in Bewegung und es entsteht ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann.